Die MPU bestehen – dank Verkehrstherapie

Die MPU wirkt für viele Betroffene zunächst wie eine unüberwindbare Hürde. Und auch die Zahlen machen insgesamt eine eher durchschnittliche Prognose: 56% bestehen die MPU, 44% müssen sie wiederholen.
Zweifeln auch Sie daran, ob Sie die MPU schaffen können?
Mit der richtigen Vorbereitung sollte das definitiv kein Problem sein! Hilfe gibt es unter anderem in MPU-Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Als sehr wirksam hat sich ebenfalls die Verkehrstherapie gezeigt. Diese kann zum Beispiel vor Ort bei einem auf dieses Gebiet spezialisierten Psychologen durchgeführt werden. Dabei gibt es aber häufig zwei Probleme: komplizierte Anfahrtswege beziehungsweise schlechte Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Wartezeiten von mitunter mehreren Monaten.
Die MPU-Vorbereitung kann aber auch online durchgeführt werden, wie zum Beispiel auf der Plattform von mentavio.

Sie fragen sich, wie das funktioniert? Oder wollen genauer wissen, wie eine MPU-Vorbereitung online abläuft?
Lesen Sie hier ein Interview mit der erfahrenen Beraterin Susanne Rikus-Himmelreich zum Thema Online-Verkehrstherapie.

Wie schwer ist es eigentlich, den “Idiotentest” zu bestehen?

Sie wollen genauer wissen, wie eine MPU abläuft? Welche Fragen gestellt werden? Wie man sich besser darauf vorbereiten kann?
PULS, das junge Programm vom Bayerischen Rundfunk hat zum Thema Führerschein verlieren und die darauffolgende MPU zwei interessante und informative Reportagen veröffentlicht.

Ihnen steht eine MPU bevor und Sie suchen Unterstützung? Diese bekommen Sie natürlich in vielen Beratungsstellen vor Ort, inzwischen aber auch online. Falls Sie sich für eine MPU Vorbereitung online interessieren, schauen Sie doch unter mentavio.com vorbei. 

 

Ab wie viel Promille muss man zur MPU?

Nach deutschem Recht gelten einige verschiedene Promillegrenzen – dieser Beitrag soll Licht ins Dunkle bringen.

Generell für Fahranfänger sowie Personen, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben gilt immer: 0,0 Promille!
Die Probezeit dauert zwei Jahre und beginnt ab dem Tag, an dem der Führerschein ausgestellt wurde. Kommt es zur Kontrolle und Alkoholeinfluss wird festgestellt, kommt es zu einer Geldstrafe von 250 Euro sowie 2 Punkten in Flensburg, die automatisch dazu führen, dass an einem Aufbauseminar teilgenommen werden muss. Dieses muss ebenfalls selbst finanziert werden. Außerdem verlängert sich die Probezeit dann auf vier Jahre.
Die 0,0 Promille Grenze gilt zusätzlich für Bus- und Taxifahrer.

Relative Fahruntüchtigkeit

0,3 Promille
Diese Grenze wird häufig unterschätzt, wird sie doch meistens schon mit einer Flasche Bier erreicht. Zeigen sich Anzeichen von Fahrunsicherheit, also z.B. schlingerndes Fahren, muss mit bis zu einem Monat Fahrverbot, Punkten und Bußgeld gerechnet werden. Passiert ein Unfall, kann es selbst bei dieser Grenze schon zum Fahrverbot oder gar zum Führerscheinentzug kommen.

0,5 Promille
Bei einer Kontrolle ist bei dieser Grenze auch ohne Anzeichen von Fahruntüchtigkeit eine Geldstrafe fällig. Zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot und drei Punkte in Flensburg. Wird man wiederholt mit dieser Blutalkoholkonzentration kontrolliert, wird die Geldstrafe auf 1000 Euro erhöht, außerdem kommt es in diesem Fall zur MPU. Die Kosten dieser müssen ebenfalls selbst getragen werden.

Absolute Fahruntüchtigkeit

1,1 Promille
Laut deutscher Rechtsprechung beginnt ab diesem Wert die absolute Fahruntüchtigkeit. Es konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass sich das Risiko, unter diesem Alkoholeinfluss Fahrfehler zu begehen, vielfach multipliziert. Es droht Bußgeld, drei Punkte in Flensburg und ein mindestens neunmonatiger Führerscheinentzug. Bei wiederholtem Verstoß muss hier ebenfalls eine MPU absolviert werden.

1,6 Promille
Die Strafen ähneln hier denen der 1,1 Promille Grenze, nur dass definitiv eine MPU durchgeführt werden muss, bevor man seinen Führerschein wieder erhält.

Nicht zu vergessen ist, dass Promillegrenzen ebenfalls für Fahrradfahrer gelten! Diese Grenzen sind nicht so spezifisch wie für Autofahrer. Kommt es zu einem Unfall, gilt auch für Fahrradfahrer die 0,3 Promille Grenze.  Zeigen sich Unsicherheiten im Fahren, ist die 0,5 Promille Grenze relevant. Die absolute Fahruntüchtigkeit für Fahrradfahrer beginnt bei 1,5 Promille. Wer dann kontrolliert wird, kann seinen Führerschein verlieren.

Generell sollte natürlich gelten, nach Alkoholgenuss das Auto stehen zu lassen. Egal, wie viel getrunken wurde!

Ihnen steht eine MPU bevor? Mit der Hilfe der Therapeuten auf mentavio können Sie sich optimal darauf vorbereiten. Und das ganz unkompliziert online!

Das psychologische Untersuchungsgespräch

Die medizinisch-psychologische Untersuchung umfasst drei Teile, der psychophysiologische Leistungstest, das psychologische Untersuchungsgespräch sowie den medizinischen Teil. Von den insgesamt drei bis vier Stunden der MPU nimmt das psychologische Untersuchungsgespräch für gewöhnlich etwa eine Stunde ein.

Das Gespräch wird gemeinsam mit einem Verkehrspsychologen geführt und thematisiert hauptsächlich die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkohol- beziehungsweise Drogenkonsum.

Im Rahmen der MPU wird geprüft, inwieweit sich der eigene Alkoholkonsum verändert hat. Dabei wird ebenfalls beleuchtet, ob zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrten eine Alkoholabhängigkeit bzw. eine Gefährdung zur Abhängigkeit vorlag. Im psychologischen Untersuchungsgespräch wird außerdem erörtert, unter welchen Umständen die Trunkenheitsfahrten stattgefunden haben, welchen Anlass es gab, sich trotz Alkoholkonsums hinter das Steuer zu setzen und mit wieviel Promille diese Fahrten absolviert wurden. Zudem wird genauer hinterfragt, wie alltäglich der Alkoholkonsum war und in welchen Mengen dieser stattgefunden hat. Hierbei wird deutlich differenziert, ob es sich um eine einmalige Trunkenheitsfahrt handelt oder ob jahrelanger Alkoholmissbrauch vorliegt. Es wird erwartet, dass klare Antworten gegeben werden können zu Promilleberechnungen, Alkoholabbaumengen und Grenzwerten, ab wann das Fahrzeug stehen bleiben muss.
Nachdem dieser Teil abgeschlossen wurde, ist für den Gutachter während der MPU wichtig, dass sich eine stabile Verhaltensänderung abzeichnet, welche im Folgenden gemeinsam mit dem Betroffenen erörtert wird. Dabei achtet der Verkehrspsychologe vor allem darauf, wie sich der eigene Bezug und Umgang mit dem Thema Alkohol geändert hat und ob das auch im alltäglichen Leben ersichtlich wird.
Während der MPU versucht der Gutachter mit all diesen Fragen einzuschätzen, wie hoch das Rückfallrisiko ist. Deswegen wird häufig gefragt, wie der Betroffene sicherstellen möchte, dass es nicht wieder zu einer Trunkenheitsfahrt kommt. Unterstützend können dabei Familie, Selbsthilfegruppen und sonstige Institutionen wirken. Bei Alkoholmissbrauch bzw. -abhängigkeit ist eine Therapie vor der MPU empfehlenswert.
Zu bemerken ist außerdem, dass der Gesamteindruck überzeugend sein muss – gezielte, auswendig gelernte Antworten werden den Psychologen nicht automatisch davon überzeugen, ein positives Gutachten zu schreiben.

Eine Auswahl an Psychologen und Heilpraktikern für Psychotherapie, die Sie (sogar online!) auf die MPU vorbereiten können, finden Sie bei www.mentavio.com. 

 

Online auf die MPU vorbereiten

Wer unvorbereitet zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) geht, verringert seine Chancen auf ein positives Gutachten erheblich. So rasselten 41 Prozent aller Antragsteller, die sich zwecks Wiedererlangung oder Beibehaltung ihrer Fahrerlaubnis einer Begutachtung ihrer Fahreignung unterzogen, bei der MPU durch (Daten von 2015). Wer gut vorbereitet zur MPU geht, hat hingegen relativ gute Chancen, die MPU im ersten Anlauf zu meistern und mit einem positiven Gutachten nach Hause zu gehen. Eine vergleichsweise neue Möglichkeit, sich auf die Fahreignungsüberprüfung vorzubereiten, stellen Onlineangebote dar, die eine MPU-Beratung und -vorbereitung im Rahmen einer Verkehrstherapie per Internet ermöglichen.  Das Mein-Mobile-Magazin hat kürzlich ein Interview mit einer Betroffenen veröffentlicht, die sich über die psychologische Beratungsplattform mentavio auf die MPU vorbereitet hat. Das vollständige Interview können Sie direkt beim Mein-Mobile-Magazin unter diesem Link abrufen.

MPU-Statistik 2016: Anstieg von Untersuchungen wegen Fahrten unter Drogeneinfluss

Jahr für Jahr veröffentlicht die Bundesanstalt für Straßenwesen ihre MPU-Jahresstatistik. Jetzt ist die MPU-Statistik 2016 erschienen, die sich mit der Auswertung aller in 2015 durchgeführten Medizinisch-Psychologigischen Untersuchungen befasst. Während der Anzahl der Begutachtungen insgesamt leicht rückgängig ist, wird die teure und aufwendige Untersuchung in zunehmendem Maße wegen Fahrens unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss angeordnet. Eine Zusammenfassung.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat kürzlich die MPU-Jahresstatistik für das Jahr 2016 publiziert, die alle statistisch relevanten Daten zur MPU für das Jahr 2015 auswertet. Danach wurde in 2015 in insgesamt ca. 91.300 Fällen eine MPU angeordnet, weil Kraftfahrer ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen steuerten oder die maximal zulässige Anzahl an Punkten in der Flensburger Verkehrssünderdatei überschritten hatten. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung, dass die MPU praktisch nicht zu schaffen sei, bestanden 58,9% aller begutachteten Kraftfahrer den “Idiotentest” bereits im ersten Anlauf – 2012 waren es nur 55,8%.

In 27.200 Fällen mussten sich Kraftfahrer erstmals einer MPU unterziehen, weil bei Ihnen ein Blutalkoholwert von 1,6 Promille gemessen wurde. Alkohol stellte damit erneut den wichtigsten Anlass zur Anordnung einer MPU durch die Fahrerlaubnisbehörden dar, auch wenn die Zahl der aktenkundigen Alkoholfahrten insgesamt zurückging. Eine starke Zunahme verzeichneten hingegen die Begutachtungen von Kraftfahrern, denen der Konsum von Drogen oder Medikamenten vor oder während der Fahrt nachgewiesen werden konnte. So mussten sich rund 17.500 Kraftfahrer einer so genannten Drogen-MPU unterziehen, 15 Prozent mehr als 2012. Ein wichtiger Grund für diesen Trend dürfte vor allem darin bestehen, dass die Polizei in den vergangenen Jahren vermehrt mit Drogentests bei Fahrzeugkontrollen arbeitet. Außerdem wurden Polizeibeamte in Deutschland in den vergangenen Jahren intensiv geschult, um den Drogenkonsum eines Auto- oder Motorradfahrers zu erkennen und den betroffenen Kraftfahrer gegebenenfalls aus dem Verkehr zu ziehen.

Einen Rückgang um 5 Prozent ggü. 2012 verzeichnete die Anzahl der MPU-Anordnungen wegen Raserei oder anderer ordnungswidriger Verkehrsdelikte im Straßenverkehr. Die Anzahl der wegen Straftaten im Straßenverkehr zugestellten MPU-Vorladungen sank sogar um ganze 16 Prozent.

Was die Chancen auf ein positives Gutachten anbelangt, so scheint das Bestehen oder Nichtbestehen einer MPU in entscheidendem Maße von der Art des Vergehens abzuhängen. Die schlechtesten Karten bei einer MPU hatten in 2015 erneut die Alkoholsünder. So meisterten nur 55 Prozent aller erstmals auffälligen Trunkenheitsfahrer die MPU im ersten Anlauf. Trunkenheitsfahrer, die bereits zum zweiten oder dritten Mal eine MPU absolvieren mussten, erhielten hingegen nur in 48 Prozente aller Fälle ein positives Fahreignungsgutachten. Wer wegen Punkten oder anderen Straftaten zur MPU musste, schaffte die MPU hingegen in 62 Prozent aller Fälle. Die besten Bestehenschancen hatten jedoch diejenigen Kraftfahrer, die sich aufgrund von Drogen- oder Medikamentenmissbrauchs einer MPU unterziehen mussten. Sie bestanden die MPU in rund 65% aller Fälle im ersten Anlauf. Diese vergleichsweise hohen Erfolgsaussichten dürften vor allem darauf zurückzuführen sein, dass bei Drogenkonsumenten oftmals schon der einmalige Konsum oder bloße Besitz von Betäubungsmitteln für die Anordnung einer MPU ausreicht, während Trunkenheitsfahrer meist erst bei einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,6 Promille zur MPU müssen. Wer diesen Wert an einem Abend erreicht und danach noch selbst zu seinem Fahrzeug laufen kann, verfügt in der Regel über eine nachweisliche Trinkfestigkeit, sodass jeder Gutachter erst einmal von einem manifesten Alkoholproblem des begutachteten Klienten ausgehen müssen. Dennoch sollten sich Trunkenheitsfahrer, die sich einer MPU unterziehen müssen, von den oben genannten Zahlen nicht verängstigen lassen. Die Statistik gibt nämlich keine Antwort auf die Frage, wie viele der untersuchten MPU-Prüflinge im Vorfeld der MPU eine professionelle MPU-Vorbereitung bei einem Verkehrspsychologen in Anspruch genommen haben. Mit einer solchen MPU-Vorbereitung, die man bei Internetportalen wie mentavio.com mittlerweile auch vollständig online durchführen kann, lassen sich die Aussichten auf ein erfolgreiches Gutachten bei einer MPU nämlich signifikant erhöhen. So weisen viele professionelle Verkehrstherapeuten darauf hin, dass ihre Klienten – ganz unabhängig von der Art des Vergehens bzw. Untersuchungsanlasses – die MPU in mehr als 90 Prozent aller Fälle im ersten Anlauf bestehen. Eine solche Vorbereitung ist teuer, im Vergleich zu einem möglichen Scheitern bei einer MPU aber sicherlich die angenehmere Alternative.

Führerschein oder Joint ?

Cannabis ist bei jungen Leuten wieder in Mode gekommen. Viele Konsumenten dieser Droge rauchen die getrockneten Blüten oder das aus dem Harz der weiblichen Hanfpflanze gewonnene und zu braunen Platten gepresste Haschisch nur gelegentlich, um “einfach mal abzuschalten”, andere hingegen sind psychisch süchtige “Pegelkiffer” und rauchen bereits nach dem Aufstehen ihren ersten Joint oder ein “Köpfchen”. So bezeichnet man das metallene Depot einer Bong, in die das oft mit Tabak gemischte Gras oder Haschisch zur Verbrennung und anschließenden Inhaltation eingefüllt wird.

Trenddroge Cannabis

Die Entwicklung von Cannabis zu einer Trenddroge ist mehreren Ursachen geschuldet, die kaum vollumfänglich erfassbar sind. Sicher ist jedoch, dass

  • die gesellschaftliche Akzeptanz von Cannabis und anderen Drogen extrem zugenommen hat. Wer in Köln, Hamburg oder Berlin eine Party oder einen Club besucht, wird feststellen, dass Cannabiskonsum längst zur Normalität gehört.
  • der Konsum von Cannabis in zunehmendem Maße als ungefährlich angesehen wird, obwohl das Kiffen bei sehr jungen Konsumenten, bei denen das Gehirn noch nicht vollständig entwickelt ist, schwerwiegende Konsequenzen haben kann.
  • die politische Forderung einer Legalisierung (wie in Teilen der USA) oder staatlich kontrollierten Abgabe von Cannabis im Rahmen eines Coffeeshop-Modells (siehe Niederlande) zu einer Verharmlosung von Cannabis als Droge beigetragen hat.

Ist Cannabis gefährlich?

Die gesundheitlichen Konsequenzen des Cannabiskonsums sind Bestandteil einer weltweiten politischen und wissenschaftlichen Diskussion. Niemand weiß so recht, wie schädlich oder auch nützlich Cannabis eigentlich ist. Zwar ist der medizinische Nutzen des Wirkstoffs THC bei bestimmten medizinischen Indikationen (PTBS, Multiple Sklerose, etc.) mittlerweile weitgehend unumstritten. Doch die allermeisten Konsumenten konsumieren Cannabis nicht, um schmerzhafte körperliche oder psychische Krankheiten zu lindern. Vielmehr setzen sie Cannabis dazu ein, einen Rauschzustand herbeizuführen, der mit einer sinnvollen medizinischen Therapie absolut nichts gemeinsam hat. Diesen Konsumenten geht es darum, Stress zu bewältigen, abzuschalten, runterzukommen – um Ziele also, die auch ohne Drogenkonsum im Rahmen anderer Freizeitakivitäten wie Sport o. Ä. erreichbar wären. Die amerikanische Regierung hat im Rahmen der Legalisierung von Cannabis in diversen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten untersucht, inwieweit Cannabis sich auf die Intelligenz der Konsumenten auswirkt. Dabei kam heraus, dass erwachsene Gelegenheitskiffer trotz Cannabiskonsums keine Intelligenzdefizite im Vergleich zur nüchternen Kontrollgruppe aufwiesen. Verheerend wirkte sich der Konsum jedoch auf Kiffer im Teenageralter aus. Bei dieser Konsumentengruppe, deren Gehirn noch nicht vollständig ausgereift war, sank der Intelligenzquotient im Vergleich zur abstinenten Kontrollgruppe. Außerdem ist unbestritten, dass Cannabis bei einigen Konsumenten psychische Erkrankungen verursachen kann wie etwa Psychosen oder im schlimmsten Fall sogar Schizophrenie.

Cannabis und Führerschein

Viele Gras- und Haschkonsumenten setzen sich regelmäßig hinters Steuer, ohne dabei über die Konsequenzen des Cannabiskonsums im Hinblick auf die Fahrerlaubnis zu bedenken. Wer seinen Führerschein jedoch behalten will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Autofahren unter dem Einfluss von Cannabis bzw. dessen berauschenden Wirkstoffs THC ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht. Dabei spielt es oft keine Rolle, ob der Auto- oder Motorradfahrer unmittelbar vor der Fahrt gekifft hat oder nicht, denn Cannabis ist (gerade bei Dauerkonsum) oftmals auch noch 12 Wochen nach dem Konsum nachweisbar, in Haarproben sogar bis zu 12 Monate.

Wer Cannabis konsumiert und ein Fahrzeug im Straßenverkehr lenkt, begeht in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit, die mit 4 Punkten in Flensburg und einer Geldbuße in Höhe von 500 Euro (bei Erstvergehen) geahndet wird. Hinzu kommen die Kosten für eine Blutentnahme und die anschließende Untersuchung im Labor, sowie etwaige Fahrtkosten für die “Taxifahrt” mit dem Streifenwagen aufs Polizeirevier oder nächstgelegene Krankenhaus. Da die Polizei gehalten ist, Drogendelikte auch der Fahrerlaubnisbehöre zu melden, bekommt der Konsument in der Regel schon nach kurzer Zeit einen weiteren unerfreulichen Brief. In Abhängigkeit von den gemessenen THC-Werten im Blut wird er darin im Bestfall zu einem ärztlichen Gutachten aufgefordert, das noch einmal mit mehr als 200 Euro zu Buche schlägt. Sofern die Werte auf einen regelmäßigen Konsum hindeuten (dafür reichen bereits 2 oder 3 Joints pro Woche), wird die Fahreignung angezweifelt und der Führerschein entzogen. Der Antrag auf Wiedererteilung kostet dann weitere ca. 220 Euro. Sobald dieser Antrag gestellt wird, wird die Fahrerlaubnisbehörde eine positives MPU-Gutachten zur Bedingung für die Neuerteilung machen und somit eine MPU anordnen. Sofern der Antragsteller sich außer dem Drogenkonsum keine größeren Verfehlungen geleistet hat (Punkte, Straftaten), belaufen sich die Kosten für die MPU inklusive der über einen Zeitraum von 6 Monaten zu erbringenden Abstinenznachweise auf ca. 1200 Euro. Die Kosten für eine MPU-Vorbereitung sind darin nicht eingeschlossen, sollten jedoch berücksichtigt werden, denn ohne eine solide MPU-Vorbereitung ist die medizinisch-psychologische Untersuchung kaum zu meistern.

Um Führerscheinneulinge vor den Kosten- und Sicherheitsrisiken des Cannabiskonsums im Straßenverkehr zu warnen, hat sich der Kreis Mettmann eine originelle Idee einfallen lassen. Führerscheinanwärter erhalten dort nach bestehen der Prüfung neben Ihrem eigentlichen Führerschein einen verblüffend ähnlich aussehenden Kartenführerschein mit einem Hologramm. Kippt man die Karte auf eine Seite, so sieht der Betrachter einen Musterführerschein. Kippt man die Karte jedoch in die andere Richtung, so erscheint das Bild eines brennenden Joint. Will heißen: Führerschein oder Joint. Diese Entscheidung muss jeder Kiffer für sich treffen. Spätestens aber nach der ersten Alkohol- und Drogenkontrolle.

 

 

Machen Sie sich nicht zum Opfer! Wählen Sie einen professionellen Anbieter für Ihre MPU-Vorbereitung.

Wenn auch Ihnen ein Schreiben mit der Aufforderung zugegangen ist, ihren Führerschein unverzüglich abzugeben oder Ihnen der Führerschein gleich vor Ort von der Polizei abgenommen wurde, dann gibt es dafür nur eine einzige ehrliche Erklärung: Sie sind ein Trunkenheitsfahrer, Drogenfahrer, Punktemacher, kurzum: ein Straftäter oder mindestens ein Mensch, der es mit den Verkehrsregeln nicht so genau nimmt. Der Staat hat Sie nun auf dem Kieker, und selbst wenn Sie Ihren Führerschein nach einem Gerichtsurteil zu Ihren Gunsten ohne eine MPU zurück erhalten, können Sie sich sicher sein, dass Ihr Name samt Vorgeschichte nun aktenkundig ist. Deswegen dürfen sie auch davon ausgehen, dass Sie bis zu dem Tag, an dem Ihre Einträge aus den Akten gelöscht werden (nach 10 Jahren!), bei jeder allgemeinen Verkehrs-, Alkohol- oder Drogenkontrolle ganz genau unter die Lupe genommen werden. Denn Sie haben das Vertrauen des Staates, auf dessen Grundlage man Ihnen ihre Fahrerlaubnis irgendwann einmal erteilt hat, auf lange Zeit verspielt.

Die meisten Auto- und Motorradfahrer schätzen ihre Mobilität, und wer in ländlichen Regionen lebt oder seinen Lebensunterhalt als LKW-, Kurier- oder Taxifahrer verdient, der ist auf seinen Führerschein praktisch zwingend angewiesen. Es ist also völlig normal, dass Sie ihre Fahrerlaubnis schnellstmöglich zurück erhalten möchten. Doch die Entscheidung darüber liegt nun beim Staat, und der verlangt von Ihnen eine positives Gutachten, das sie selbst in Auftrag geben und auch noch zusätzlich zu dem Bußgeld und/oder den Kosten eines Gerichtsverfahrens bezahlen müssen, das man bereits gegen Sie verhängt hat. Man hat Sie als Täter entlarvt, und Sie befinden sich nun in der Bittstellerrolle, müssen eventuell mehrere Tausend Euro investieren. Dabei garantiert Ihnen niemand, dass Sie ihren Führerschein zurückerhalten. Diese Entscheidung hängt alleine vom Sachbearbeiter in ihrer Fahrerlaubsnisbehörde und einem positiven Gutachten ab.

Es gibt viele Wege, ein positives MPU-Gutachten zu erhalten. Sie müssen sich nicht zwangsläufig auf die MPU vorbereiten, denn Sie sind der Auftraggeber und Zahler des Gutachtens, und deshalb bleibt es auch Ihnen überlassen, wie Sie sich vorbereiten und was Sie dem Gutachter am Untersuchungstag alles erzählen möchten. Auf den anderen Seite besteht jedoch ein gewisser faktischer Zwang, denn wenn Sie ihr Auto dringend benötigen und die zwingende Voraussetzung für eine neue Fahrerlaubnis ein positives MPU-Gutachten ist, dann müssen Sie wohl auch eine MPU absolvieren. Der einzige Ausweg wäre ein neuer Führerschein im Ausland, doch die Voraussetzungen dafür sind mittlerweile sehr streng, und wenn Sie in Deutschland leben und ihren Wohnsitz nicht gerade im Grenzgebiet haben, dürfte es Ihnen schwerfallen glaubhaft nachzuweisen, dass Sie z. B. in Deutschland beschäftigt sind, ihren Hauptwohnsitz aber in Polen oder Tschechien haben.

Wer unter einem Zwang leidet, ist ein gefundenes Opfer für diejenigen, die dadurch ihren Lebensunterhalt verdienen. dass sie diesen Zwang bedienen. Das gilt für die Tabakindustrie, für den Drogendealer und leider auch für eine unseriöse MPU-Vorbereitungsindustrie, die Ihnen ihr Geld aus der Tasche ziehen will. Wenn Sie den Begriff MPU-Vorbereitung auch nur einmal bei Google eingeben, werden Sie einige dieser Anbieter innerhalb weniger Sekunden finden. Sie werben mit Bestehensgarantien, Geld-zurück-Garantien und weiteren Heilsversprechen und haben nur das Ziel vor Augen, ihre Bittstellerrolle auszunutzen und an ihrer MPU-Problematik möglichst viel zu verdienen. Fallen Sie darauf nicht herein. Machen Sie sich nicht zum Opfer. Seien Sie Täter, nur diesmal bitte im positiven Sinne, und bereiten Sie sich vernünftig und seriös auf den Tag ihrer MPU vor. Dazu benötigen Sie Zeit, Geld und eventuell auch die professionelle Unterstützung durch einen Verkehrspsychologen oder akkreditierten heilkundlichen Verkehrstherapeuten. Meiden Sie hingegen alle unseriösen Anbieter, die

  • Ihnen versichern, die richtigen Antworten auf die MPU-Fragen zu geben. Die MPU ist nämlich kein Test, sondern eine Untersuchung. Die Fragen stehen nicht fest, sondern ergeben sich aus dem Gesprächsverlauf. Und da Gutachter permanent angelogen werden, können Sie sich sicher sein, dass der Gutachter auch nur beim kleinsten Widerspruch nachbohren wird und Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit verzetteln werden.
  • Ihnen versprechen, dass man Sie sicher durch die MPU bringt. Niemand bringt Sie sicher durch die MPU. Das können nur Sie selbst, indem Sie ihre Vergangenheit einschließlich der psychologischen Ursachen Ihrer Regelverstöße aufarbeiten und dem Gutachter glaubhaft versichern, dass Sie sich nachhaltig geändert haben, und wie Sie das angestellt haben.
  • Sie mit einer Geld-zurück-Garantie ködern wollen. Diese Vorbereiter verdecken die unseriösen Bedingungen oft im Kleingedruckten oder verlangen astronomische Beratungspreise.
  • keinerlei professionelle Ausbildung zum Verehrstherapeuten durchlaufen oder von überhaupt keiner Stelle akkreditiert sind. Die Akkreditierung erfolgt übrigens durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Darüber hinaus gibt es die in Luxemburg ansässige EURAC, die heilkundliche Verkehrstherapeuten zertifiziert.

Eine Auswahl akkreditierter verkehrspsychologischer Berater finden Sie z .B. in unserem Anbieterverzeichnis MPU-Vorbereitung. Darüber hinaus können Sie sich auch online von zuhause aus auf die MPU vorbereiten. Verkehrstherapeutische Beratung über Video, E-Mail, Chat sowie per Telefon erhalten Sie z. B. bei mentavio, der Onlineplattform für psychologische Beratung.

MPU-Vorbereitung mit Garantie: Ein seriöses Angebot?

In den Kleinanzeigen diverser Annoncenblätter und natürlich auch im Internet werben zahlreiche Anbieter von MPU-Vorbereitungskursen mit Aussagen wie “MPU mit Erfolgsgarantie”, “Geld-zurück-Garantie” oder anderen für den Verbraucher verlockenden Versprechen. Die Versprechen erscheinen vor allem deshalb so attraktiv, weil sich ein Mensch, der gerade seine Fahrerlaubnis aufgrund einer Trunkenheits- oder Drogenfahrt abgeben musste, einer enormen finanziellen Belastungssituation gegenüber sieht. Eine Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille zieht unweigerlich ein gerichtliches Strafverfahren nach sich, das in die Tausende gehen kann. Der Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis kostet über 200 Euro. Die Kosten für die Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) liegen bei mindestens mehreren Hundert Euro, zuzüglich der regelmäßig verlangten Abstinenznachweise bei vorangegangenem Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Wer wünscht sich da nicht einen MPU-Vorbereiter, der einem eine erfolgreiche MPU verspricht, und das auch noch zum Festpreis?

Leider handelt es sich bei der MPU um eine aufwendige Untersuchung, der der despektierlich verwendete Begriff “Idiotentest” nicht gerecht wird. Die MPU setzt sich aus einer mediznischen Untersuchung, diversen Reaktions- und Aufmerksamkeitstests und einer psychologischen Exploration  durch einen im Auftrag des Staates handelnden Gutachter zusammen, und nur wer alle drei Teile besteht und somit ein positives Gutachten erwirkt, erhält seine Fahrerlaubnis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zurück.

Wer also als MPU-Vorbereiter mit einer Bestehensgarantie wirbt, kann also weder seriös sein noch ein Interesse an einer größtmöglichen Sicherheit im Straßenverkehr haben. Ein MPU-Vorbereiter kann nämlich weder dafür Sorge tragen, dass sein Klient am Untersuchungstag ein aus medizinischer Sicht unauffälliges Ergebnis attestiert bekommt, noch kann er genau abschätzen, welche Fragen der Gutachter an den Klienten richten wird. Er kann allenfalls – und genau das machen viele unseriöse MPU-Vorbereiter gerne – mit dem Klienten eine “Story” ausarbeiten, die der Klient dem Gutachter bestmöglich verkaufen soll. Manchmal geht das gut, aber oftmals in die Hose.

Unser Tipp ist daher eindeutig: Suchen Sie sich einen professionellen Verkehrspsychologen. Oder einen Heilpraktiker für Psychotherapie, der über eine verkehrspsychologische Zusatzausbildung verfügt. Sie tun damit sich selbst und Ihren Mitmenschen im Straßenverkehr einen großen Gefallen. Eine Auswahl an Psychologen und Heilpraktikern für Psychotherapie, die Sie (sogar online!) auf die MPU vorbereiten können, finden Sie u.a. bei www.mentavio.com. 

 

 

Was macht eigentlich ein Verkehrstherapeut?

Der Begriff Verkehrstherapie ist eine häufig verwendete, aber unscharfe Kurzform des Terminus “Verkehrspychologische Therapie”. Entgegen einer weit verbreiteten Vorstellung besteht das Ziel dieser Therapie, die in der Regel von speziell dafür zusätzlich ausgebildeten Psychologen oder Heilpraktikern für Psychotherapie durchgeführt wird, nicht in erster Linie darin, einen Verkehrssünder möglichst schnell durch die MPU zu bringen. Vielmehr geht es bei der Verkehrstherapie darum, charakterliche Änderungen bei auffällig gewordenen Kraftfahrern (Alkohol, Drogen, Punkte) in den Verhaltensbereichen hervorzurufen, die im Rahmen der Therapie als Ursache für deren Auffälligkeiten respektive Straftaten im Straßenverkehr herausgearbeitet werden und gleichzeitig die Voraussetzungen für ein positives MPU-Gutachten bilden. Ein weiteres Ziel der Verkehrstherapie besteht ferner darin, die erlernten Verhaltensänderungen zu stabilisieren, um das Risiko eines Rückfalls zu minimieren.

Auch wenn das Ziel einer Verkehrstherapie nicht die MPU-Vorbereitung oder deren Bestehen an sich ist, so ist es doch in den allermeisten Fällen die Anordnung einer MPU durch eine Behörde, die Klienten dazu bewegt sich einer Verkehrstherapie zu unterziehen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Ein Verkehrssünder – egal ob chronischer Punktemacher, Rowdy, Trunkenheits- oder Drogenfahrer – erkennt in der Regel erst nach einer Polizeikontrolle und dem (drohenden) Entzug der Fahrerlaubnis, dass mit ihm vielleicht etwas nicht in Ordnung ist. Schließlich wird kaum ein Autofahrer bei der ersten Trunkenheitsfahrt erwischt, und es wird auch nicht jede überfahrende Rote Ampel oder jedes aggressive Verkehrsmanöver registriert. Die Anordnung oder drohende Anordnung einer MPU ist für die Betroffenen daher oft ein Warnschuss.
  • Selbst wenn der ein oder andere Verkehrsstraftäter einsichtig sein mag, so schrecken die Kosten einer professionellen verkehrspsychologischen Unterstüzung viele Klienten  erst einmal ab. Eine Verkehrstherapie wird zudem nicht als Heilbehandlung angesehen, sodass die Kosten für verkehrspsychologische Maßnahmen in aller Regel privat bezahlt werden müssen. Mehrere Hundert bis Tausend Euro sind dabei keine Seltenheit. Allerdings steigert eine erfolgreich durchlaufene Verkehrstherapie die Wahrscheinlichkeit auf ein positives Gutachten bei einer MPU ganz erheblich, da der Gutachter anerkennt, dass der Klient an sich gearbeitet und vor allem fremde Hilfe angenommen hat. Wer bei der MPU scheitert und einen neuen Anlauf wagt, muss nicht nur die Kosten für die Begutachtung erneut tragen, sondern (bei Alkohol und Drogen) auch sämtliche Abstinenznachweise erneut vorlegen.
  • Eine Verkehrstherapie hat in machen Fällen bereits dazu geführt, dass beispielsweise Trunkenheitsfahrern der Führerschein noch im Gerichtssaal zurückgegeben und bei entspechend guter Prognose durch den Verkehrspsychologen ganz auf eine MPU verzichtet wurde.