Archiv der Kategorie: Allgemein

Die MPU bestehen – dank Verkehrstherapie

Die MPU wirkt für viele Betroffene zunächst wie eine unüberwindbare Hürde. Und auch die Zahlen machen insgesamt eine eher durchschnittliche Prognose: 56% bestehen die MPU, 44% müssen sie wiederholen.
Zweifeln auch Sie daran, ob Sie die MPU schaffen können?
Mit der richtigen Vorbereitung sollte das definitiv kein Problem sein! Hilfe gibt es unter anderem in MPU-Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Als sehr wirksam hat sich ebenfalls die Verkehrstherapie gezeigt. Diese kann zum Beispiel vor Ort bei einem auf dieses Gebiet spezialisierten Psychologen durchgeführt werden. Dabei gibt es aber häufig zwei Probleme: komplizierte Anfahrtswege beziehungsweise schlechte Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Wartezeiten von mitunter mehreren Monaten.
Die MPU-Vorbereitung kann aber auch online durchgeführt werden, wie zum Beispiel auf der Plattform von mentavio.

Sie fragen sich, wie das funktioniert? Oder wollen genauer wissen, wie eine MPU-Vorbereitung online abläuft?
Lesen Sie hier ein Interview mit der erfahrenen Beraterin Susanne Rikus-Himmelreich zum Thema Online-Verkehrstherapie.

Wie schwer ist es eigentlich, den “Idiotentest” zu bestehen?

Sie wollen genauer wissen, wie eine MPU abläuft? Welche Fragen gestellt werden? Wie man sich besser darauf vorbereiten kann?
PULS, das junge Programm vom Bayerischen Rundfunk hat zum Thema Führerschein verlieren und die darauffolgende MPU zwei interessante und informative Reportagen veröffentlicht.

Ihnen steht eine MPU bevor und Sie suchen Unterstützung? Diese bekommen Sie natürlich in vielen Beratungsstellen vor Ort, inzwischen aber auch online. Falls Sie sich für eine MPU Vorbereitung online interessieren, schauen Sie doch unter mentavio.com vorbei. 

 

Das psychologische Untersuchungsgespräch

Die medizinisch-psychologische Untersuchung umfasst drei Teile, der psychophysiologische Leistungstest, das psychologische Untersuchungsgespräch sowie den medizinischen Teil. Von den insgesamt drei bis vier Stunden der MPU nimmt das psychologische Untersuchungsgespräch für gewöhnlich etwa eine Stunde ein.

Das Gespräch wird gemeinsam mit einem Verkehrspsychologen geführt und thematisiert hauptsächlich die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkohol- beziehungsweise Drogenkonsum.

Im Rahmen der MPU wird geprüft, inwieweit sich der eigene Alkoholkonsum verändert hat. Dabei wird ebenfalls beleuchtet, ob zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrten eine Alkoholabhängigkeit bzw. eine Gefährdung zur Abhängigkeit vorlag. Im psychologischen Untersuchungsgespräch wird außerdem erörtert, unter welchen Umständen die Trunkenheitsfahrten stattgefunden haben, welchen Anlass es gab, sich trotz Alkoholkonsums hinter das Steuer zu setzen und mit wieviel Promille diese Fahrten absolviert wurden. Zudem wird genauer hinterfragt, wie alltäglich der Alkoholkonsum war und in welchen Mengen dieser stattgefunden hat. Hierbei wird deutlich differenziert, ob es sich um eine einmalige Trunkenheitsfahrt handelt oder ob jahrelanger Alkoholmissbrauch vorliegt. Es wird erwartet, dass klare Antworten gegeben werden können zu Promilleberechnungen, Alkoholabbaumengen und Grenzwerten, ab wann das Fahrzeug stehen bleiben muss.
Nachdem dieser Teil abgeschlossen wurde, ist für den Gutachter während der MPU wichtig, dass sich eine stabile Verhaltensänderung abzeichnet, welche im Folgenden gemeinsam mit dem Betroffenen erörtert wird. Dabei achtet der Verkehrspsychologe vor allem darauf, wie sich der eigene Bezug und Umgang mit dem Thema Alkohol geändert hat und ob das auch im alltäglichen Leben ersichtlich wird.
Während der MPU versucht der Gutachter mit all diesen Fragen einzuschätzen, wie hoch das Rückfallrisiko ist. Deswegen wird häufig gefragt, wie der Betroffene sicherstellen möchte, dass es nicht wieder zu einer Trunkenheitsfahrt kommt. Unterstützend können dabei Familie, Selbsthilfegruppen und sonstige Institutionen wirken. Bei Alkoholmissbrauch bzw. -abhängigkeit ist eine Therapie vor der MPU empfehlenswert.
Zu bemerken ist außerdem, dass der Gesamteindruck überzeugend sein muss – gezielte, auswendig gelernte Antworten werden den Psychologen nicht automatisch davon überzeugen, ein positives Gutachten zu schreiben.

Eine Auswahl an Psychologen und Heilpraktikern für Psychotherapie, die Sie (sogar online!) auf die MPU vorbereiten können, finden Sie bei www.mentavio.com. 

 

MPU-Vorbereitung mit Garantie: Ein seriöses Angebot?

In den Kleinanzeigen diverser Annoncenblätter und natürlich auch im Internet werben zahlreiche Anbieter von MPU-Vorbereitungskursen mit Aussagen wie “MPU mit Erfolgsgarantie”, “Geld-zurück-Garantie” oder anderen für den Verbraucher verlockenden Versprechen. Die Versprechen erscheinen vor allem deshalb so attraktiv, weil sich ein Mensch, der gerade seine Fahrerlaubnis aufgrund einer Trunkenheits- oder Drogenfahrt abgeben musste, einer enormen finanziellen Belastungssituation gegenüber sieht. Eine Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille zieht unweigerlich ein gerichtliches Strafverfahren nach sich, das in die Tausende gehen kann. Der Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis kostet über 200 Euro. Die Kosten für die Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) liegen bei mindestens mehreren Hundert Euro, zuzüglich der regelmäßig verlangten Abstinenznachweise bei vorangegangenem Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Wer wünscht sich da nicht einen MPU-Vorbereiter, der einem eine erfolgreiche MPU verspricht, und das auch noch zum Festpreis?

Leider handelt es sich bei der MPU um eine aufwendige Untersuchung, der der despektierlich verwendete Begriff “Idiotentest” nicht gerecht wird. Die MPU setzt sich aus einer mediznischen Untersuchung, diversen Reaktions- und Aufmerksamkeitstests und einer psychologischen Exploration  durch einen im Auftrag des Staates handelnden Gutachter zusammen, und nur wer alle drei Teile besteht und somit ein positives Gutachten erwirkt, erhält seine Fahrerlaubnis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zurück.

Wer also als MPU-Vorbereiter mit einer Bestehensgarantie wirbt, kann also weder seriös sein noch ein Interesse an einer größtmöglichen Sicherheit im Straßenverkehr haben. Ein MPU-Vorbereiter kann nämlich weder dafür Sorge tragen, dass sein Klient am Untersuchungstag ein aus medizinischer Sicht unauffälliges Ergebnis attestiert bekommt, noch kann er genau abschätzen, welche Fragen der Gutachter an den Klienten richten wird. Er kann allenfalls – und genau das machen viele unseriöse MPU-Vorbereiter gerne – mit dem Klienten eine “Story” ausarbeiten, die der Klient dem Gutachter bestmöglich verkaufen soll. Manchmal geht das gut, aber oftmals in die Hose.

Unser Tipp ist daher eindeutig: Suchen Sie sich einen professionellen Verkehrspsychologen. Oder einen Heilpraktiker für Psychotherapie, der über eine verkehrspsychologische Zusatzausbildung verfügt. Sie tun damit sich selbst und Ihren Mitmenschen im Straßenverkehr einen großen Gefallen. Eine Auswahl an Psychologen und Heilpraktikern für Psychotherapie, die Sie (sogar online!) auf die MPU vorbereiten können, finden Sie u.a. bei www.mentavio.com. 

 

 

Was macht eigentlich ein Verkehrstherapeut?

Der Begriff Verkehrstherapie ist eine häufig verwendete, aber unscharfe Kurzform des Terminus “Verkehrspychologische Therapie”. Entgegen einer weit verbreiteten Vorstellung besteht das Ziel dieser Therapie, die in der Regel von speziell dafür zusätzlich ausgebildeten Psychologen oder Heilpraktikern für Psychotherapie durchgeführt wird, nicht in erster Linie darin, einen Verkehrssünder möglichst schnell durch die MPU zu bringen. Vielmehr geht es bei der Verkehrstherapie darum, charakterliche Änderungen bei auffällig gewordenen Kraftfahrern (Alkohol, Drogen, Punkte) in den Verhaltensbereichen hervorzurufen, die im Rahmen der Therapie als Ursache für deren Auffälligkeiten respektive Straftaten im Straßenverkehr herausgearbeitet werden und gleichzeitig die Voraussetzungen für ein positives MPU-Gutachten bilden. Ein weiteres Ziel der Verkehrstherapie besteht ferner darin, die erlernten Verhaltensänderungen zu stabilisieren, um das Risiko eines Rückfalls zu minimieren.

Auch wenn das Ziel einer Verkehrstherapie nicht die MPU-Vorbereitung oder deren Bestehen an sich ist, so ist es doch in den allermeisten Fällen die Anordnung einer MPU durch eine Behörde, die Klienten dazu bewegt sich einer Verkehrstherapie zu unterziehen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Ein Verkehrssünder – egal ob chronischer Punktemacher, Rowdy, Trunkenheits- oder Drogenfahrer – erkennt in der Regel erst nach einer Polizeikontrolle und dem (drohenden) Entzug der Fahrerlaubnis, dass mit ihm vielleicht etwas nicht in Ordnung ist. Schließlich wird kaum ein Autofahrer bei der ersten Trunkenheitsfahrt erwischt, und es wird auch nicht jede überfahrende Rote Ampel oder jedes aggressive Verkehrsmanöver registriert. Die Anordnung oder drohende Anordnung einer MPU ist für die Betroffenen daher oft ein Warnschuss.
  • Selbst wenn der ein oder andere Verkehrsstraftäter einsichtig sein mag, so schrecken die Kosten einer professionellen verkehrspsychologischen Unterstüzung viele Klienten  erst einmal ab. Eine Verkehrstherapie wird zudem nicht als Heilbehandlung angesehen, sodass die Kosten für verkehrspsychologische Maßnahmen in aller Regel privat bezahlt werden müssen. Mehrere Hundert bis Tausend Euro sind dabei keine Seltenheit. Allerdings steigert eine erfolgreich durchlaufene Verkehrstherapie die Wahrscheinlichkeit auf ein positives Gutachten bei einer MPU ganz erheblich, da der Gutachter anerkennt, dass der Klient an sich gearbeitet und vor allem fremde Hilfe angenommen hat. Wer bei der MPU scheitert und einen neuen Anlauf wagt, muss nicht nur die Kosten für die Begutachtung erneut tragen, sondern (bei Alkohol und Drogen) auch sämtliche Abstinenznachweise erneut vorlegen.
  • Eine Verkehrstherapie hat in machen Fällen bereits dazu geführt, dass beispielsweise Trunkenheitsfahrern der Führerschein noch im Gerichtssaal zurückgegeben und bei entspechend guter Prognose durch den Verkehrspsychologen ganz auf eine MPU verzichtet wurde.